Community
Gaming-Communitys als Orte für Zusammenhalt und demokratische Praxis stärken.
Games sind eines der wichtigsten Medien unserer Zeit. In Games und ihren Communitys kommen Menschen zusammen, tauschen sich aus, erleben unterschiedliche Perspektiven und übernehmen Verantwortung.
Gaming for Democracy bringt Partner aus Bildung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und dem Games-Ökosystem zusammen, um diese Spielräume aktiv mitzugestalten und ihre Potenziale für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu nutzen. Unsere Arbeit orientiert sich an den Prinzipien der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und will Menschen ermutigen, sich für unsere Demokratie stark zu machen.
Gaming for Democracy ist ein Hub und Inkubator für Wissen, Austausch und neue Ideen rund um Gaming und Demokratie. Wir bringen Menschen und Organisationen zusammen, die voneinander lernen, Wissen teilen und gemeinsam neue Ansätze entwickeln. Arbeitsgruppen, Jahrestagungen und Publikationen machen dieses Wissen zugänglich; in eigenen Praxisprojekten erproben wir neue Ansätze und bringen sie in die Praxis.
Gaming-Communitys als Orte für Zusammenhalt und demokratische Praxis stärken.
Menschen ermutigen, sich für demokratische Werte zu engagieren – egal, ob beim Spielen, Streamen oder Entwickeln von Games.
Die Potenziale von Games für die Demokratiebildung im schulischen und außerschulischen Kontext ausloten.
Demokratiefördernde Organisationen befähigen, Games und Gaming-Strukturen in ihre Arbeit einzubeziehen.
Anfang Dezember findet die erste Jahrestagung von Gaming for Democracy auf dem Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung in Heilbronn statt. Neben hochkarätigen Keynotes und Panels erwartet die Teilnehmenden ein Workshop-Programm zum Einsatz von Gaming in der Demokratieförderung.
Gemeinsam wollen wir die Weichen stellen, um mit Gaming for Democracy innovative und anwendbare Ansätze, die Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt mit Gaming stärken, weiterzuentwickeln und in die Breite zu tragen.
Gaming-Communitys sind wichtige Räume, in denen insbesondere junge Menschen Orientierung und Sozialisierung erfahren. Das Projekt „Community Support Network – Management- und Care-Strukturen für resiliente Gaming-Communitys“ stärkt diese Potenziale, indem es Community-Management als demokratische Praxis versteht. Es qualifiziert Community-Managerinnen und -Manager sowie Moderatorinnen und Moderatoren, fördert Peer-Care-Strukturen und stellt praxisnahe Materialien als Open Educational Resources (OER) bereit.
Creatorinnen und Creator sind wichtige Stimmen im digitalen Diskurs – ob sie das wollen oder nicht. Doch wie sie ihre eigene gesellschaftliche Rolle verstehen, welche Verantwortung sie sich zuschreiben und wie sie Haltung zeigen (oder bewusst vermeiden), das ist bisher nicht systematisch erhoben worden. Ein Studienprojekt der Bertelsmann Stiftung untersucht dieses Selbstverständnis ebenso wie die strukturellen Arbeitsbedingungen wie Druck, Unsicherheit und psychische Belastung, unter denen Creatorinnen und Creator agieren, und wie beides zusammenhängt.
Die aim macht Gaming für Schule zum Lern- und Erfahrungsraum: In praxisnahen Weiterbildungen entdecken Lehrkräfte sowie Kinder und Jugendliche Games als Werkzeug für Lernen, Kreativität und gesellschaftliche Teilhabe. Themen reichen von Game-based Learning und Spieleentwicklung bis hin zum Programmieren, digitalen Lebenswelten und Nachhaltigkeit. Die Angebote finden überwiegend regional im Raum Heilbronn, teilweise auch online statt.
Demokratien stehen weltweit unter Druck. Autoritäre und populistische Kräfte nutzen globale Krisen, um Desinformation zu streuen, Vertrauen in demokratische Institutionen zu untergraben und gesellschaftliche Spaltungen zu vertiefen. Gleichzeitig versuchen extremistische Gruppierungen, Gaming-Communitys gezielt für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
Die demokratischen Potenziale von Gaming und Gaming-Communitys werden hingegen noch immer nicht ausreichend ernst genommen und genutzt. Eine wirksame und pro-demokratische Ansprache Gaming-affiner junger Menschen fehlt bislang nahezu vollständig. Genau hier setzt die Initiative „Gaming for Democracy“ an: Gaming-Communitys sind gesellschaftlich relevante Orte, an denen demokratische Werte gelebt, verhandelt und gestärkt werden können.
60 % der Menschen in Deutschland spielen Games.
79% der Spielenden in Deutschland sind mindestens 18 Jahre alt.
45% der „Gaming-Enthusiastinnen und -Enthusiasten“ haben sich in der Vergangenheit politisch engagiert und liegen damit über dem gesellschaftlichen Gesamtdurchschnitt von 39%.